Oh Freud über Freud!

Nationalfeiertag


Freitag, 3. Oktober 2014. Tag der Deutschen Einheit. Das Gute an so einem Nationalfeiertag ist zweifellos, dass man sich ganz ungezwungen national äußern kann, ohne gleich befürchten zu müssen, von irgendwelchen Leuten als „national“ diffamiert zu werden. Schwarz-rot-goldene Herzchen, das Konterfei unseres großen Vaterlandes und der liebevolle Schriftzug „Wir sind ein Volk“ mittendrin. Und so allerlei andere schöne Sachen, die ein glückliches Volk auf Facebook, Twitter oder sonstwo im Internet postet. Selbst auf die Gefahr hin, dass auch User, denen bedauerlicherweise nicht das Glück zuteilwurde, deutsch zu sein, neidisch mit ansehen müssen, was es für eine Freude wäre, wenn man doch nur wäre, was man aber nun einmal einfach nicht ist. 

Deutschland. Manche kommen freiwillig. Gut, gegangen sind sie nicht ganz freiwillig, zum Beispiel, weil dort, wo sie eigentlich hingehören, Krieg ist oder politische Unterdrückung oder einfach nur Hunger. Aber ausgerechnet nach Deutschland – weiß der Geier… Sie, also diejenigen, die schon nach flüchtigem Augenschein keine Deutsche sind, wussten es jedenfalls nicht. Sie wussten nicht einmal, wer oder was und vor allem wie Deutsche so sind. Das wussten genau genommen nicht einmal wir so ganz genau. Gut, jetzt wissen sie es. Wir wurden auch mal wieder mit der Nase drauf gestoßen, weshalb die sich nicht wundern sollten, dass sie uns unsympathisch sind. Wir wollen es nämlich nicht wissen! Aber warum um alles in der Welt wissen die das denn nicht?! 

Daran können Sie eigentlich schon sehen, wie doof die sind! Na sicher, Kinder können es noch nicht wissen. Aber die Eltern müssen es ihnen doch beibringen. Oder die Lehrer oder wer auch immer. So läuft das in einem Volk, jedenfalls in einem gesunden Volk. Bei denen läuft es nun einmal nicht; logisch: deshalb sind sie ja von zuhause abgehauen. Krieg, Unterdrückung, Hunger. Ja, man kann Pech haben. Krieg zum Beispiel hatten wir hier ganz, ganz früher auch einmal. Allerdings: da ist keiner weggelaufen! So etwas tut man nun einmal nicht. Schon gar nicht im Krieg. Bei Unterdrückung? Schwer zu sagen… Die hatten wir hier nämlich nicht. Damals. Später schon. Nicht wir, sondern die da drüben. „DDR“ – schlimm war das! Verständlich, dass manche da einfach abgehauen sind.

Das war lebensgefährlich. Da wurde nämlich geschossen. Es gab Tote. Zweihundert, dreihundert, wer weiß? Die Leute (Deutsche!) hatten etwas riskiert. Heutzutage dagegen schießt kein Mensch. Im Gegenteil: die Leute (keine Deutsche!) werden sogar noch gerettet, wenn sie in völlig meeresuntauglichen Klapperkähnen übers Mittelmeer schippern. Na klar, nicht alle. Nur diejenigen, die gesehen werden. Logisch. Die Anderen sind es aber selbst schuld. Wer macht denn auch sowas? Zwanzigtausend, dreißigtausend, wer weiß? Und wofür? Hunger? Keine Ahnung. Bananen müssten sie eigentlich gehabt haben. Da, wo die hergekommen sind. Aus Kaffeeanbaugebieten! Die haben da sogar Handys und Smartphones und sowas. Davon konnten die in der „DDR“ nicht einmal träumen!

Na ja, sei´s drum. Alles Schnee von gestern. Lassen wir uns von der Erinnerung an das dunkle Gestern nicht die Freude über das schöne Heute vermiesen! Wir sind ein Volk. Und was für eins! Wir können alles … außer menschlich. Vor allen Dingen können wir sparen, das macht uns keiner nach. Wir sparen an allem. Natürlich bei den Flüchtlingen, aber auch und gerade bei uns selbst. Bei uns funktioniert so gut wie nichts mehr. Doch das ist erst der Anfang. Man kann immer noch eine Idee mehr sparen. Deutsch Sein heißt, sagen zu können: „Nein, wir kaufen nichts!“ Nicht bei diesen Asylanten in der Fußgängerzone, aber auch nicht bei Holländern, Franzosen und wie sie alle heißen. Die wollen alle nur unsere Devisen. Alle wollen nur unser Geld. Doch damit ist jetzt Schluss!

Wir sehen es nicht mehr ein, dass bei uns keine Straße, keine Brücke, einfach nichts mehr in Ordnung ist, während die Hallodris dieser Welt auf unsere Kosten Party machen. Wir schließen Schwimmbäder, Bibliotheken, Beratungsstellen, Spielplätze und all den anderen Luxus, den kein echter Sparer wirklich braucht. Und was machen die Anderen? Erstens nix, und zweitens geben Sie uns dann auch noch den Rat, mehr Geld auszugeben. Alle. Die EU, die Amis, die Chinesen, alle! Es reicht. Nicht mit uns. Heute sparen wir in Deutschland und morgen in der ganzen Welt. Und wer es nicht einsehen will, wird langgemacht. Deutsche, wehrt Euch! Gegen Schmarotzer, die auf „Flüchtling“ machen. Gegen Händler, die etwas von „Freihandel“ labern. Es reicht! Grenze dicht, Mauer drum, Schießbefehl. Nicht mit uns!

Werner Jurga, 03.10.2014

 

 


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