Donnerstag, 10. Januar 2013. Dirk H., Anwohner der „Problemimmobilie“ in den Peschen, hat auf meine freundliche Nachfrage vom Dienstag („Was willst Du??!!“) geantwortet… - und genehmigt, dass ich seine eMail veröffentliche.

Werner Jurga, 10.01.2013

 

Roma-Hochhaus in den Peschen - 
Dirk H.´s Antwort:

"Es muss eine Integration stattfinden!"

 

Hallo Werner,

also, du sagst, ich solle erklären, was ich eigentlich bezwecke. Bis jetzt dachte ich, aus meinen Anfragen würde das hervorgehen, aber ich versuche es für dich noch einmal auf den Punkt zu bringen!

Auf keinen Fall lasse ich mich in die rechte Ecke drängen, d.h. ich bin nicht für die Umsiedlung der Roma in Auffang- bzw. Übergangslager oder für die Vertreibung der Roma aus Rheinhausen / Duisburg / Deutschland etc.!

Es muss eine Integration stattfinden, nur so kann das Zusammenleben zwischen den Roma und den Anwohnern ohne Probleme stattfinden. Hast du dir einmal die Lebensverhältnisse der Roma angeschaut? Wie diese in den besagten Häusern leben? Ist das für dich die gelungene Integration?

Wie siehst du denn dieses Thema? Was wurde denn aus deiner Sicht schon unternommen, um die Roma zu integrieren, um so wieder Normalität in Bergheim zu erreichen? Das möchte ich dich bitten, doch einmal an diesen Verteiler zu schreiben, was gemacht wurde bzw. was gemacht werden sollte!

 

Du hast ja Beziehungen zum SPD-Ortsverein-Bergheim, oder? Du bist doch stellvertretender Vorsitzender dort, eventuell kannst du da ja mal nachfragen? Was ist mit dem Handlungskonzept? Hast du dir das schon einmal angeschaut?

"Der OB soll Auskunft geben - hierüber und darüber... - weil Du "Bürger dieser Stadt " bist. Na toll. Das bin ich auch. Und die Roma in Deiner Nachbarschaft, soweit dort gemeldet, auch."

Ich bin Bürger der Stadt, du auch, die Roma auch, was willst du mir damit sagen?! Du darfst Anfragen stellen, die Roma auch, da sind wir ja auch einer Linie, oder? Oder haben wir da unterschiedliche Ansichten? Darf ein Bürger keine Anfragen stellen?

 

"Wie auch immer, Dirk: ich habe in den letzten Wochen schlimme Dinge aus Rheinhausen gehört. Ich kann das nicht alles überprüfen. Ich kann nur sagen: wenn auch nur die Hälfte von dem stimmen sollte, mache ich mir deutlich mehr Sorgen um das Treiben einiger (ur-) deutscher Landsleute als über die von Dir so liebevoll fotografierten Roma-Köttel."

Was hast du denn gehört? Genau das ist das Problem; es muss Öffentlichkeit erzeugt werden, um solchen urdeutschen Landsleuten den Boden unter den Füßen zu entziehen. Was genau hast du gehört und was unternimmst du gegen solche Leute? Als die Hakenkreuzschmierereien an den Häusern waren, haben wir ja hier auch Öffentlichkeit erzeugt! Ich will uns Anwohner hier jetzt nicht selbst loben; aber ich denke, wenn die Anwohner nicht die Öffentlichkeit erzeugt hätten, wären verschiedene Dinge anders gelaufen, d.h. es würde z. B. keinen Runden Tisch geben oder die letzte SPD-Veranstaltung hätte doch auch nie stattgefunden! Das solltest du bitte bei all deiner Kritik beachten!

 

"Glaubst Du im Ernst, dass wenn am oder im "Problemhaus" etwas schiefginge, Deine Eltern dort jemals noch froh werden könnten?!"

Und genau aus diesem Grunde wollen wir uns ja einbringen und Öffentlichkeit erzeugen! Ja - wir wollen nicht, dass dort etwas schiefgeht!

Könntest du denn damit leben? Würdest du dann einfach alles auf die Anwohner schieben und deine Beteiligung abstreiten? Ich sehe dich da auch in der Pflicht als stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins! Das klingt so nach Loveparade, hinterher ist es keiner gewesen, und alle die meinen hier Politik zu machen sind unschuldig! Die Stadt muss nun endlich etwas unternehmen und das geht nur mit der Hilfe der Bürger!

 

"Ich hatte gehofft, Dirk, Deine Familie und Du hätten die Weihnachtstage dazu genutzt innezuhalten, zu überlegen, was Ihr da eigentlich macht, möglicherweise sogar Euch beraten zu lassen, wie Ihr eure berechtigten Interessen am besten vertreten könnt."

Für uns hat die ganze Problematik nichts mit Weihnachten zu tun?! Hoffst du da etwa auf Milde zu Weihnachten, d.h. die Anwohner sollten sich einmal alles durch den Kopf gehen lassen, frei nach dem Motto "alles wird gut"? Einfach mal alles so laufen lassen wie es im Moment läuft? Aus Sicht des SPD-Ortsvereins Bergheim kann ich das verstehen. Oder wenn man bedenkt wo du wohnst, das ist ja 2 km weg. Die Realität sieht doch wirklich ganz anders aus!

 

Du hast ja sogar bei unserem letzten Treffen darauf gewettet, dass sich das gesamte Problem bis spätestens Ende letzten Jahres erledigt hat, da der Vermieter ja angeblich allen Roma gekündigt hätte. Bedenken, dass Menschen wegen ihrer ethnischen Herkunft gekündigt wurde, hatten wir, so glaube ich, nicht diskutiert, oder? Wenn du schon auf die Kündigungen wegen der ethnischen Herkunft wettest, würde mich doch interessieren, wie du zu solchen Kündigungen stehst? Diese Frage hatte ich aber hier auch schon einmal gestellt, aber wie immer ohne Antwort. Ach ja, die 10 Euro, die ich gewonnen habe, kannst du gerne für einen guten Zweck spenden!

 

Willst Du uns eventuell beratend zur Seite stehen? Ich denke, im Grunde liegen wir auf einer Linie mit der Integration der Roma. Du, als stellvertretender Vorsitzender eines SPD Ortsvereins, hast natürlich das Problem, dass du nicht gegen eine SPD-Stadtverwaltung vorgehen kannst, aber im Grunde würden wir uns freuen, wenn du dich bei uns melden würdest und wir einmal gemeinsam versuchen würden, nicht das gesamte Problem, aber mindestens Teile zu lösen.

Ich möchte zu deinen Anmerkungen "Rabbatz um des Rabbatzes Willen ist noch kein politisches Ziel." oder "kleinkarierten oder rein agitatorischen Nörgeleien" oder "impertinenten Rundgemaile" folgendes anmerken, also

"Der Rheinhauser ist ein Anpacker und wenn er nicht anpacken darf,
dann wird er zum Nörgler!"

 

Also es ist mit dem Anpacken der Anwohner wirklich ernst gemeint! Die Anwohner wollen die Situation ändern und mitgestalten, d.h. wir würden uns persönlich einbringen, auch finanziell!

Deshalb hier noch einmal unsere Bitte, soweit ich das als selbsternannter Sprecher der Anwohner verkünden kann: Holt endlich die Anwohner mit ins Boot, ohne diese geht es nicht!

 

"Solange auch nur der leiseste Verdacht besteht, dass Du auch an so etwas wie Ziel c) oder Ziel d) denken könntest, musst Du doch einfach damit rechnen, dass Du einstweilen überhört wirst,..."

Und nun wo ich bestätigt habe, dass ich nicht für c und d bin, bekomme ich Antworten auf meine Fragen? Sollen wir wieder wetten?

Bitte beantworte du jetzt einmal meine Fragen, und wenn du wirklich mit den Anwohnern was bewegen willst, melde dich! Ich würde dich als Bereicherung der Gruppe sehen!

Gruß

Dirk





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