"Die Love Parade Katastrophe - vorausgesehen oder ignoriert?“


Eine vergleichenden Untersuchung der Berichterstattung ausgewählter Medien im Vorwege der Veranstaltung - vorgelegt von Martin Glaser als Bachelorarbeit im Studiengang „Medien und Information“ an der HAW Hamburg



Aus dem Abstract


Die Untersuchung zeigt auf, dass Leser und Blogger mit Warnungen, Kritik und Vorahnungen bezüglich der zu erwartenden Gefahren auf kritische Artikel der beiden untersuchten Printmedien reagieren und damit eine Diskussion entfachen. Jedoch zeigt sich ebenso, dass die Medien die aufkeimende Diskussion der Leser und Blogger nicht erneut aufgriffen, um diesen in Form von Artikeln ein breiteres Forum zu bieten und eine Öffentlichkeit für den kritischen Diskurs zu schaffen.

Ebenso wenig wurden die Warnungen als Anlass für weitere, investigative Recherchen genutzt. Stattdessen zeichnet sich in den untersuchten Medien das Bild einer, bis auf wenige kritische Artikel, überwiegend positive oder neutral beschreibenden Berichterstattung ab, auch nachdem in den `Bürgermedien´ Warnungen laut wurden.“ (S.3)



Aus dem Fazit


Das Gesamtbild lässt eine, der Love Parade eher positiv zugeneigte Berichterstattung erkennen. Dort wo das Onlinemedium `DerWesten.de` oder die Blogger von `Xtranews.de´ Kritik äußerten, finden sich teils eindeutige Kommentare hinsichtlich der bevorstehenden, damals noch vermeintlichen, Katastrophe. Der Großteil der Kommentare besorgter Leser finden sich auf `DerWesten.de´. Eine Wechselwirkung jener Kommentare oder auch der sonst gefunden kritischen Stimmen, teils in Blogs, teils in Form von Artikeln in `Xtranews.de´, mit den Tagesmedien oder dem `Onlineableger` der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, fand nicht statt. Die Berichterstattung nahm keinerlei Bezug auf jene Diskussion. Auch wenn sie diese erst durch die vereinzelten kritischen Artikel ausgelöst hatte.“ (S. 64 f.)


Martin Glaser



Der vollständige Text hier




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